Bruce Soord | Ghosts In The Park
Als Gründungsmitglied und Hauptsongwriter von The Pineapple Thief hat Bruce Soord das letzte Jahrzehnt damit verbracht, seinen Stil stetig zu verfeinern und dabei emotionale Direktheit mit musikalischer Zurückhaltung in Einklang zu bringen. „Ghosts In The Park“ ist sein bisher persönlichstes und verletzlichstes Werk: ein Album, geprägt von Verlust, Erinnerungen und den stillen Momenten, die sich offenbaren, wenn das Leben weitergeht, während alles andere stillzustehen scheint.
Das Album entstand über einen Zeitraum von zwei Jahren, während Soord ausgiebig mit The Pineapple Thief tourte. Es nahm Gestalt an in Hotelzimmern, in fremden Städten und in Momenten erzwungener Einsamkeit. Vor diesem Hintergrund musste Soord den fortschreitenden Verfall seines Vaters und dessen Tod sowie die Alzheimer-Erkrankung seiner Mutter verkraften. Diese Erfahrungen bilden das emotionale Rückgrat von „Ghosts In The Park“ – Trauer in Bewegung, unvorhersehbar auftauchende Erinnerungen und die stille Entschlossenheit, nach vorn zu blicken.
Die Akustikgitarre steht im Mittelpunkt des Albums und wurde oft in rohen, spontanen Live-Aufnahmen in Hotelzimmern eingefangen, bevor sie sorgfältig in die Studioaufnahmen integriert wurden. Diese Spannung zwischen Zerbrechlichkeit und Kontrolle prägt den Klang des Albums. Stücke wie „Concepción“, „Meet Me On The Downs“ und der Titeltrack entstanden an bestimmten Orten – Chile, Hamburg, Oberhausen – und jeder dieser Orte hat die Musik auf subtile Weise beeinflusst. Parks, Häfen und anonyme Plätze dienen als wiederkehrende Kulissen, in denen Vergangenheit und Gegenwart koexistieren, unterbrochen von flüchtigen Momenten der Klarheit inmitten des Chaos.
Das Album, fast vollständig von Soord selbst eingespielt – mit Bassbeiträgen von Jon Sykes bei „Kept Me Thinking“ –, entstand durch eine Kombination aus Hotelzimmeraufnahmen und Studio-Sessions, um die Unmittelbarkeit der Songs zu bewahren. Gemastert von Steve Kitch, präsentiert sich „Ghosts In The Park“ als rohes, reflektierendes und evolutionäres Gegenstück zu Soords gefeierten vorherigen Soloarbeiten.