Dimmu Borgir | Grand Serpent Rising
Acht Jahre nach ihrem letzten Studioalbum „Eonian“ kehren Dimmu Borgir mit dreizehn brutalen, aber bemerkenswert abwechslungsreichen Tracks unter dem Titel „Grand Serpent Rising“ zurück – und die Wucht des Albums spricht für sich.
„Es passt perfekt“, sagt Silenoz. „Dimmu Borgir ist eine gigantische Band, und wir erheben uns erneut. Während die Schlange für manche das Böse verkörpert, symbolisiert sie für uns etwas anderes: Erneuerung, Wachstum, Erkenntnis und Befreiung. Wir häuten uns sozusagen. Und nicht zu vergessen: Im Februar 2026 endet das Jahr der Schlange, ungefähr zur gleichen Zeit, als dieses Album fertiggestellt wurde.“
Sobald man sich auf die gefährliche Reise begibt, die diese norwegische Schlange beschreibt, werden Silenoz’ Worte sofort bestätigt. Nach dem unheilvollen Intro „Tridentium“ schlägt der Opener „Ascent“ wie ein Blitz am gefrorenen, dunklen Nordhimmel ein. Aggressiv, brutal und auf verdrehte Weise schön, bestätigt „Grand Serpent Rising“ sofort, dass Dimmu Borgir nichts von ihrer Intensität und Authentizität eingebüßt haben. Und die Dynamik lässt nie nach. Fast eine Stunde lang fesselt das Album mit eiserner Hand: ein majestätisches und kraftvolles Statement, das klingt, als sei die Band von der puren Energie des norwegischen Black-Metal-Undergrounds der frühen 90er Jahre besessen – und gleichzeitig die kompositorische Disziplin und die hart erarbeitete Weisheit offenbart, die sich in über drei Jahrzehnten unermüdlichen Schaffens entwickelt haben.