Auf „Det Hjemsøkte Hjertet“ ist die folk-musikalische Instrumentierung, die früher mit Panopticon verbunden war, weitgehend in den Hintergrund getreten zugunsten von Klängen, die an Neil Young & Crazy Horse erinnern. Das Metal-Fundament ist immer noch vorhanden, aber die Stärke des Albums liegt in der Komposition statt im Tempo, mit geschichteten Arrangements, langen dynamischen Verläufen und einem deutlichen narrativen Fluss.

Ein durchgehendes orchestrales Element prägt das Werk, wobei Charlie Andersons Streicherarrangements sowohl Schwere als auch Bewegung hinzufügen. Jedes Lied hat einen Gastsänger – darunter Aaron Charles, Jan Evan Åsli und Jan „Winterherz“ Van Berlekom –, die verschiedene Nuancen beisteuern, ohne die Gesamtheit zu zerstören.

Im Kern ist „Det hjemsøkte hjertet“ eine Elegie: über Natur, die bis zur Unkenntlichkeit verändert ist, über Kindheitserinnerungen, die in Mythen übergehen, und über ein Leben, das in stiller Harmonie mit einer langsam verschwindenden Welt gelebt wird. Atmosphärischer Black Metal, Post-Black Metal oder irgendwo dazwischen – Panopticon wird nicht durch Genres definiert, sondern durch die Landschaft, die seine Stimme formt.