The Delines | The Set Up
Die Delines beendeten gerade die Aufnahmen für „Mr. Luck & Ms. Doom“, als Willy mit dem Song „Walking With His Sleeves Down“ ankam. Amy lernte ihn am Klavier und sie nahmen ihn live auf. Ihre Interpretation war atemberaubend, doch der Song passte nicht so recht zum Album und wurde daher zusammen mit „The Reckless Life“, „Dilaudid Diane“ (das auf ihrer letzten Zugabe zu hören war) und „Jumping off in Madras“ erst einmal zurückgestellt. Der Song funktionierte zwar klanglich, aber textlich fühlte er sich wieder nicht richtig an, und als sie das Album schließlich fertigstellten, konnte Willy nicht aufhören, Songs dafür zu schreiben. Die Opioidkrise in den USA – mit Tausenden von jungen Menschen, die von der Sucht befallen sind und in Zelten, auf der Straße, in alten Autos und Wohnmobilen leben – beeinflusste „Luck and Doom“, aber noch mehr „The Set Up“.
Ihr Stammproduzent John Morgan Askew führte wieder Regie und ist ein Meister darin, atmosphärische, eindringliche Welten zu erschaffen. Das merkt man diesem Film deutlich an. Am Ende der Dreharbeiten erkannten sie, dass „The Set Up“ die fehlgeleitete, fehlerhafte und einsame Schwester von „Mr. Luck & Ms. Doom“ war – roher und ungeschliffener, aber immer noch im reinsten CinemaScope-Stil.