Bring Me The Horizon
Seit ihrer Gründung im Jahr 2004 haben sich Bring Me The Horizon (BMTH) von einer verschmähten Gruppe Sheffield-Teenager zur bedeutendsten und chamäleonartigsten Kraft innerhalb der modernen Rockmusik entwickelt. Während viele ihrer Altersgenossen aus dem Metalcore-Boom Mitte der 00er-Jahre entweder zerfallen sind oder zu Nostalgie-Bands wurden, ist BMTH konsequent der kulturellen Kurve vorausgeeilt und hat den Sound der Zukunft diktiert, anstatt ihm zu folgen.
Nachfolgend haben wir alle Alben und Merchandise gesammelt, die wir in unserem Sortiment von Bring Me The Horizon haben.
Die Vorreiter des modernen Metalcore
Die frühen Jahre von Bring Me The Horizons Karriere waren geprägt von einem "Take-no-prisoners"-Ansatz im Deathcore. Mit der Veröffentlichung von 'Count Your Blessings' (2006) wurden sie zu Paradebeispielen einer neuen, digital geprägten Generation von Metal-Fans. Es war jedoch ihr zweites Album, 'Suicide Season' (2008), das die erste von vielen radikalen Veränderungen markierte. Durch die Einarbeitung elektronischer Elemente und ein strukturierteres Songwriting begannen sie, die Grenzen dessen aufzubrechen, was "harte" Musik sein konnte.
Zu dem Zeitpunkt, als sie 'There Is a Hell Believe Me I've Seen It. There Is a Heaven Let's Keep It a Secret' (2010) veröffentlichten, hatte die Band einen Ruf für hohe Ambitionen erlangt. Sie waren nicht länger nur eine "Szene"-Band; sie waren Klangarchitekten, die Chorarrangements, glitchige Elektronik und rohe, verletzliche Lyrik miteinander vermischten. Diese Ära etablierte Oli Sykes als Texter, der keine Angst hatte, seine inneren Dämonen preiszugeben, eine Eigenschaft, die eine äußerst loyale, globale Fangemeinde geschaffen hat, die die Band als Rettungsanker betrachtet.
Der globale Wandel mit Sempiternal und den folgenden Jahren
2013 veröffentlichten Bring Me The Horizon 'Sempiternal', ein Album, das die Landschaft der harten Musik für immer veränderte. Mit der Hinzunahme von Keyboarder und Programmierer Jordan Fish perfektionierte die Band eine Mischung aus filmischer Elektronik und massiven, hymnenartigen Riffs. Songs wie "Can You Feel My Heart" und "Shadow Moses" wurden sofort zu Klassikern und schlugen eine Brücke zwischen Underground und Mainstream-Radio. 'Sempiternal' war nicht nur ein Hit; es wurde zu einer Vorlage für fast jede Metalcore-Band, die in den 2010er Jahren folgte.
Anstatt die Formel zu wiederholen, drehte die Band mit 'That's the Spirit' (2015) und 'amo' (2019) erneut ihren musikalischen Kurs. Diese Alben zeigten sie, wie sie Pop-Sensibilitäten, Dance-Musik und Alternative Rock umarmten, was dazu führte, dass sie Stadien und große Festivals wie Glastonbury und Reading & Leeds als Headliner anführten. Obwohl diese Veränderungen anfangs ältere Fans polarisierten, bewiesen sie letztendlich die These der Band: dass Bring Me The Horizon keine Metal-Band, keine Pop-Band oder keine Rock-Band ist – sie sind ein Genre für sich.
Als die 2020er Jahre anbrachen, starteten Bring Me The Horizon die 'POST HUMAN'-Reihe, ein Multi-Release-Projekt, das darauf ausgelegt war, das Chaos und die technologische Angst der modernen Welt einzufangen. Diese Ära kulminierte in dem lang erwarteten 'POST HUMAN: NeX GEn' (2024), einer hyperaktiven "Screamo-Pop"-Odyssee, die Themen wie KI, Kulte und Selbstzerstörung erkundete. Das Projekt zeigte, dass die Band auch zwei Jahrzehnte nach Beginn ihrer Karriere rastlos bleibt. Sie arbeiten weiterhin mit den unterschiedlichsten Namen zusammen – von Ed Sheeran bis Lil Uzi Vert.
Ein Katalysator für eine neue Generation
Der Schatten, den Bring Me The Horizon über die zeitgenössische Musiklandschaft wirft, ist enorm und reicht weit über die Grenzen der Metal-Szene hinaus. Sie werden weithin als primäre Inspiration für eine neue Welle von Künstlern zitiert, die sich weigern, Genregrenzen anzuerkennen. Bands wie Bad Omens, Sleep Token und Spiritbox sind alle dem bahnbrechenden Weg gefolgt, den BMTH ebnete – indem sie schwere Aggression mit filmischer Elektronik und hochkonzeptuellen Visuals vermischten.
Neben der klanglichen Innovation haben Bring Me The Horizon das Verhältnis zwischen alternativen Künstlern und physischen Medien neu definiert. Mit dem Verständnis, dass ihre Fangemeinde Musik als Lebensstil betrachtet, hat die Band ihre Albumveröffentlichungen konsequent als Kunstobjekte behandelt. Dieses Engagement für das physische Erlebnis hat ihre Diskografie zu einem der begehrtesten Materialien in der modernen Vinyl-Community gemacht. Von den frühen Tagen mit Count Your Blessings und Suicide Season an spiegelte sich die Ästhetik der Band – stark beeinflusst von Streetwear und Grafikdesign – in einer Vielzahl spannender Sondereditionen wider. Fans wurden mit allem verwöhnt, von detaillierten Deluxe-Veröffentlichungen bis hin zu einer unendlichen Auswahl an farbigen Vinylversionen.